Nach Anwendungsfall

Zeiterfassung mit Terminal, ohne Diensthandy und ohne Biometrie

Ein Terminal löst zwei Fragen zugleich: Wer keinen Rechner vor sich hat, kann trotzdem stempeln, und niemand muss sein privates Handy hergeben. Der Unterschied zwischen den Anbietern liegt weniger im Gerät als darin, ob es eigene Hardware braucht und was sie zusätzlich kostet.

Stand:September 2026

Die Frage hinter der Frage

In den ausgewerteten Beiträgen von Beschäftigten sind zwei Einwände gegen digitale Zeiterfassung am häufigsten: der Zwang zum privaten Gerät und die Sorge vor biometrischer Erfassung. Beide sind berechtigt. Ein privates Handy ist Privateigentum, und ein Fingerabdruck ist ein biometrisches Datum nach Artikel 9 DSGVO, dessen Verarbeitung besonderen Anforderungen unterliegt.

Wer ein Terminal sucht, sucht deshalb meist nicht nur ein Gerät, sondern eine Lösung, die diesen Streit gar nicht erst auslöst. Ein Kartenleser tut das, ein Fingerabdrucksensor nicht.

Sechs Anbieter mit belegter Terminal-Lösung

Diese Übersicht ist keine vollständige Marktbetrachtung: Sie führt die Anbieter, für die eine Terminal-Aussage mit Quelle vorliegt. Für die übrigen der 23 verglichenen Anbieter fehlt der Beleg, und eine Zeile mit Fragezeichen wäre schlechter als keine.

Terminal-Angebote mit Quelle, Stand September 2026

  • MetronHR

    Hardware
    ein Android-Gerät mit NFC, selbst gestellt
    Kostet extra
    nein, im normalen Tarif enthalten
  • TimeTac

    Hardware
    eigene Hardware-Terminals des Anbieters
    Kostet extra
    Basisgebühr plus Nutzungsgebühr je Modul und Person
  • askDANTE

    Hardware
    eigene Terminals des Anbieters
    Kostet extra
    Hardware separat
  • MEP24

    Hardware
    Terminals über eine Schnittstelle zu Datafox
    Kostet extra
    ja, minutengenaue Erfassung mit Terminal ist ein Zusatzmodul
  • Ordio

    Hardware
    Terminal im Angebot
    Kostet extra
    ja, gesetzeskonforme Zeiterfassung mit Terminal beginnt im Plus-Paket ab 129 € je Standort
  • ZEP

    Hardware
    Terminal im Preisrechner
    Kostet extra
    ja, zubuchbar wie Abwesenheiten und Überstunden
  • Timebutler

    Hardware
    Stempeluhr-Terminal auf der Preisseite geführt
    Kostet extra
    Umfang je Paket verschieden

Fremdangaben von den Preis- und Funktionsseiten der Anbieter, abgerufen am 02. und 03. September 2026. Crewmeister nennt „Zeiterfassung mit App und Terminal" ohne Angabe zur Hardware und steht deshalb nicht in der Tabelle.

Woran sich die Wahl festmacht

Nicht am Gerät. Ein Kartenleser ist ein Kartenleser. Was sich unterscheidet, sind drei Punkte, die erst im Betrieb auffallen.

  • Eigene Hardware oder eigenes Gerät: Wer ein Tablet nutzen kann, das schon da ist, hat keine Lieferzeit und keinen Ersatzteilfall.
  • Was bei Netzausfall passiert: Ein Terminal ohne Puffer ist während der Störung nutzlos, und die Zeiten fehlen hinterher.
  • Was auf der Karte steht: Eine Nummer ist etwas anderes als ein Name mit Foto, und das entscheidet, wie aufwendig die Mitbestimmung wird.

Was MetronHR am Terminal tut, und was nicht

Gelesen wird die Karte, sonst nichts. Kein Fingerabdruck, kein Gesichtsbild. Auf der Karte steht eine Nummer, gespeichert wird davon ein Prüfwert, aus dem sie sich nicht zurückrechnen lässt. Am Gerät geht ausschließlich stempeln: keine Auswertung, keine Personaldaten, keine Einstellungen.

Fällt das Netz aus, puffert das Terminal und liefert nach. Jede Buchung trägt eine fortlaufende Nummer je Gerät und den Hash ihrer Vorgängerin, damit eine Lücke auffällt und dieselbe Buchung nicht zweimal ankommt.

Nachlesen:Preis- und Funktionsseiten von TimeTac, askDANTE, MEP24, Ordio, ZEP und Timebutler, abgerufen am 02. und 03.09.2026 · Terminal-Verhalten von MetronHR, geprüft am Datenmodell und an der Geräteanbindung, 04.09.2026

Angaben zu Mitbewerbern stammen von deren öffentlich zugänglichen Seiten und können sich ändern. Das ist keine Rechtsberatung, bei einem konkreten Fall im Betrieb fragst du besser jemanden mit Zulassung.

Häufige Fragen

Was uns dazu am häufigsten gefragt wird.

Bei MetronHR nicht. Das Terminal mit Karte kommt ohne jedes persönliche Gerät aus. Wer die App trotzdem nutzen möchte, kann das freiwillig tun. Bei anderen Anbietern hängt das vom Angebot ab: Wo kein Terminal existiert, bleibt nur App oder Browser.

Bei MetronHR nicht: ein Android-Gerät mit NFC genügt, und du kannst es selbst stellen. TimeTac und askDANTE verkaufen eigene Terminals, MEP24 bindet Datafox-Geräte über eine Schnittstelle an. Das ist kein Nachteil an sich, es bedeutet nur Lieferzeit, Anschaffung und einen Ersatzteilfall mehr.

Bei MetronHR nein, gelesen wird ausschließlich die Karte. Was ein Android-Gerät ab Werk an Fingerabdruck- oder Gesichtserkennung mitbringt, ist im Betrieb abgeschaltet. Damit entfällt die Prüfung nach Artikel 9 DSGVO, und die Mitbestimmung nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG wird deutlich einfacher.

In der Regel ja. Sicher sagen können wir es erst, wenn wir eine eurer Karten gesehen haben, und genau das machen wir vor der Bestellung. Eine pauschale Zusage über alle Kartentypen wäre nicht belegbar.

Für die Software nichts, es gehört zum normalen Tarif. Was du brauchst, ist ein Android-Gerät mit NFC und eine Karte je Person, die am Terminal stempelt. Bei mehreren Anbietern ist das Terminal dagegen ein kostenpflichtiges Modul oder an ein höheres Paket gebunden.

Steht deine Frage nicht dabei? Schritt für Schritt erklärt ist die Bedienung im Hilfezentrum.

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