Personio-Alternativen für Betriebe unter 50 Mitarbeitende
Personio veröffentlicht keine Listenpreise, hier der Vergleich der Konditionen.
Stand:September 2026
Woran es bei kleineren Betrieben hakt
Personio ist eine ausgereifte HR-Plattform und für viele Organisationen die richtige Wahl. Für Betriebe unter 50 Mitarbeitenden stoßen aber regelmäßig vier Punkte auf, die mit der Größe zu tun haben.
- Kein Listenpreis: Personio nennt Preise nur auf Anfrage. Vergleichen ist damit erst nach einem Gespräch möglich, und was der Nachbarbetrieb zahlt, weiß niemand.
- Bindung: zwölf Monate Mindestlaufzeit, jährliche Vorauszahlung, drei Monate Kündigungsfrist, automatische Verlängerung um weitere zwölf Monate.
- Einführung: Personio nennt bis zu sechs Wochen mit dediziertem Customer Success Manager. Für zehn Personen ist das mehr Prozess, als der Anlass hergibt.
- Projektzeit: Arbeitszeit lässt sich auf Projekte aufteilen, getrennte Felder für Kunde und Tätigkeit gibt es nicht. Wer Leistungen abrechnet, ergänzt häufig ein zweites Werkzeug.
Sechs Alternativen mit offenen Preisen
Alle Angaben stammen von den Preisseiten der Anbieter, abgerufen am 02.09.2026. Verglichen wird ein Betrieb mit 25 Personen, der Personalakte, Abwesenheiten und Zeiterfassung braucht.
| Anbieter | Preis je Person und Monat | Bindung | Was zusätzlich zu beachten ist |
|---|---|---|---|
| MetronHR | 5 € Team, 10 € Professional | monatlich kündbar | Personalakte, Onboarding und Projektzeit im Professional; keine Einrichtungsgebühr, keine Lohnabrechnung, kein Recruiting |
| Kenjo | 6 € Starter, 10 € Growth | jährlich mit 10 % Nachlass möglich | Einrichtung ab 400 € einmalig, DATEV-Anbindung 600 € einmalig, Recruiting als Add-on ab 249 € im Monat |
| Factorial | ab 8 €, Paket individuell | nicht öffentlich | sehr breiter Baukasten, Hosting „in der EU" ohne Landangabe |
| absence.io | ab 2,99 € | monatlich kündbar | Zeiterfassung und Personalakte erst ab Pro, API erst im Complete-Tarif |
| clockin | 3,59 € bis 8,99 € | 1, 12 oder 24 Monate wählbar | Personalakte ab Pro, Schichtplanung als Add-on ab 27 € im Monat, Plattform-Pauschale 10 € unter fünf Nutzern |
| Sage HR Suite | Module ab 21 € im Monat | 12 Monate Mindestlaufzeit | Lizenzierung in Paketen zu 25 Mitarbeitenden, dafür Lohnabrechnung im Haus |
| HRworks | 12,90 € plus Grundgebühr | nicht öffentlich | Mindestabnahme 20 Nutzer, Setup-Pauschale 1.550 € bis 4.480 €; für kleine Betriebe faktisch kein Angebot |
MetronHR
- Preis je Person und Monat
- 5 € Team, 10 € Professional
- Bindung
- monatlich kündbar
- Was zusätzlich zu beachten ist
- Personalakte, Onboarding und Projektzeit im Professional; keine Einrichtungsgebühr, keine Lohnabrechnung, kein Recruiting
Kenjo
- Preis je Person und Monat
- 6 € Starter, 10 € Growth
- Bindung
- jährlich mit 10 % Nachlass möglich
- Was zusätzlich zu beachten ist
- Einrichtung ab 400 € einmalig, DATEV-Anbindung 600 € einmalig, Recruiting als Add-on ab 249 € im Monat
Factorial
- Preis je Person und Monat
- ab 8 €, Paket individuell
- Bindung
- nicht öffentlich
- Was zusätzlich zu beachten ist
- sehr breiter Baukasten, Hosting „in der EU" ohne Landangabe
absence.io
- Preis je Person und Monat
- ab 2,99 €
- Bindung
- monatlich kündbar
- Was zusätzlich zu beachten ist
- Zeiterfassung und Personalakte erst ab Pro, API erst im Complete-Tarif
clockin
- Preis je Person und Monat
- 3,59 € bis 8,99 €
- Bindung
- 1, 12 oder 24 Monate wählbar
- Was zusätzlich zu beachten ist
- Personalakte ab Pro, Schichtplanung als Add-on ab 27 € im Monat, Plattform-Pauschale 10 € unter fünf Nutzern
Sage HR Suite
- Preis je Person und Monat
- Module ab 21 € im Monat
- Bindung
- 12 Monate Mindestlaufzeit
- Was zusätzlich zu beachten ist
- Lizenzierung in Paketen zu 25 Mitarbeitenden, dafür Lohnabrechnung im Haus
HRworks
- Preis je Person und Monat
- 12,90 € plus Grundgebühr
- Bindung
- nicht öffentlich
- Was zusätzlich zu beachten ist
- Mindestabnahme 20 Nutzer, Setup-Pauschale 1.550 € bis 4.480 €; für kleine Betriebe faktisch kein Angebot
Für 25 Personen ergibt das bei MetronHR 125 € im Team-Tarif und 250 € im Professional, bei Kenjo 150 € im Starter und 250 € im Growth zuzüglich 400 € Einrichtung, bei absence.io ab 74,75 €. Personio nennt für dieselbe Größe keinen Preis.
Welche Alternative zu welchem Bedarf passt
Die Frage ist nicht, welches Werkzeug das beste ist, sondern welche Aufgabe ohne Personio übrig bleibt. Vier Muster kommen bei Betrieben unter 50 Mitarbeitenden immer wieder vor.
- Personalarbeit plus abrechenbare Projektzeit, alles in einem System und in Deutschland gehostet: MetronHR.
- Personalarbeit plus Recruiting und Personalentwicklung: Kenjo oder Factorial. Beide decken ab, was MetronHR nicht führt.
- Vor allem Urlaubs- und Abwesenheitsverwaltung, mit kleinem Budget: absence.io.
- Handwerk und mobile Teams mit Objektdokumentation: clockin.
Wann Personio trotzdem die richtige Wahl bleibt
Ein Vergleich, der den Wettbewerber nur schlecht aussehen lässt, hilft bei einer Entscheidung nicht. Es gibt Fälle, in denen Personio auch unter 50 Mitarbeitenden die passendere Plattform ist.
Wer stark einstellt und dafür ein ausgebautes Bewerbermanagement mit Karriereseite und Auswertung braucht, wer Personalentwicklung und Zielvereinbarungen im selben System führen will, wer Standorte in mehreren Ländern hat oder wer eine Lohnabrechnung im Produkt sucht, findet dort mehr als bei den Alternativen oben. Auch die Zahl der fertigen Anbindungen an andere Systeme ist bei Personio größer.
Die Bindung an zwölf Monate wiegt dann weniger schwer, weil ohnehin niemand nach acht Wochen wechselt.
Nachlesen:Preisseiten von Personio, Kenjo, Factorial, absence.io, clockin, Sage und HRworks, abgerufen am 02.09.2026 · Konditionen von Personio laut trusted.de, Stand 06/2026
Angaben zu Mitbewerbern stammen von deren öffentlich zugänglichen Seiten und können sich ändern. Das ist keine Rechtsberatung, bei einem konkreten Fall im Betrieb fragst du besser jemanden mit Zulassung.
Häufige Fragen
Was uns dazu am häufigsten gefragt wird.
Personio veröffentlicht dazu keinen Preis. Die Website verweist auf ein individuelles Angebot. Drittquellen nennen Spannen ab etwa 3 € bis 15 € je Mitarbeitendem und Monat je nach Tarif und Modulen, dazu eine einmalige Einrichtungsgebühr, deren Höhe nicht öffentlich ist. Belastbar ist nur das Angebot, das du selbst bekommst. Zum Vergleich: MetronHR kostet für 25 Personen 125 € im Team-Tarif und 250 € im Professional, nachlesbar auf der Preisseite.
Nach den öffentlich beschriebenen Konditionen: zwölf Monate Mindestlaufzeit, drei Monate Kündigungsfrist zum Laufzeitende, sonst verlängert sich der Vertrag automatisch um zwölf Monate. Praktisch heißt das, die Kündigung muss neun Monate nach Vertragsbeginn raus. Plane den Wechsel also früh und lass die Systeme im Zweifel einen Monat parallel laufen.
Ja. Personio bietet Exporte für Stammdaten, Abwesenheiten, Zeiten und Dokumente sowie eine API. Daraus übernimmst du Mitarbeitendenstamm, Urlaubs- und Überstundensalden in das neue System. Nicht überführbar sind Bewerberdaten und Performance-Prozesse, wenn das Zielsystem sie nicht führt. Ab 30 Mitarbeitenden unterstützen wir beim Zuordnen der Felder, ohne Aufpreis.
Nach Listenpreis absence.io mit ab 2,99 € je Person und Monat. Der Preis gilt allerdings für den Einstiegstarif; Zeiterfassung und Personalakte beginnen dort erst im Pro-Tarif für 4,99 €, die API im Complete-Tarif für 7,99 €. Rechne deshalb mit dem Tarif, der deinen Bedarf wirklich abdeckt, nicht mit dem Einstiegspreis.
Unterschiedlich, und das ist ein Auswahlkriterium. MetronHR läuft bei der Hetzner Online GmbH in Nürnberg und Falkenstein, einem deutschen Unternehmen ohne US-Mutterkonzern. Factorial sagt „in der EU" zu, ohne Land. Kenjo nennt „ISO-27001-zertifizierte Server", ohne Land. Personio nennt AWS-Rechenzentren in der EU. Ein Rechenzentrum in Europa entzieht die Daten nicht dem US-Recht, wenn der Betreiber zu einem US-Konzern gehört.
Das hängt daran, wie viel Personalarbeit anfällt. Wer Verträge, Dokumente mit Ablauffristen und Eintrittsprozesse ohnehin in Ordnern führt und damit zurechtkommt, kommt mit einer reinen Zeiterfassung aus, etwa Clockodo oder Crewmeister. Sobald diese Unterlagen digital, auffindbar und mit Erinnerung geführt werden sollen, braucht es eine Personalakte, und dann lohnt sich das eine System statt der zwei.
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