Für Vereine und gemeinnützige Träger

Drei Arten von Mitwirkung, eine saubere Trennung

Ehrenamt, Übungsleitertätigkeit und Anstellung folgen verschiedenen Regeln. MetronHR erfasst die Arbeitszeit dort, wo sie Pflicht ist, und hält Verträge, Zeiten und Einsätze an einer Stelle.

Keine Kreditkarte erforderlich · Monatlich kündbar

  • Angestellte und Minijobber mit eigenem Vertrag geführt
  • Stunden je Person für die Lohnbuchhaltung statt Zettel beim Kassenwart
  • Erfassungspflicht erfüllt, wo sie gilt

Kurz gesagtVereine müssen die Arbeitszeit ihrer Angestellten erfassen, für Minijobber zusätzlich binnen sieben Tagen nach § 17 MiLoG. Übungsleiter und Ehrenamtliche sind nicht automatisch Arbeitnehmer, ihre Vergütung ist bis 3.300 Euro beziehungsweise 960 Euro im Jahr steuerfrei. MetronHR erfasst die Arbeitszeit der Angestellten mit Pausenberechnung und liefert die Stunden je Person an die Lohnbuchhaltung.

Rechtslage

Wer im Verein unter welche Regel fällt

Die entscheidende Frage ist nicht, wie eine Tätigkeit genannt wird, sondern wie sie tatsächlich ausgestaltet ist. Daran hängen Arbeitszeitrecht, Sozialversicherung und Steuer.

Übungsleiterfreibetrag
3.300 € im Jahr
Ehrenamtspauschale
960 € im Jahr
Minijob-Grenze
603 € im Monat
Erfassungspflicht
für Arbeitnehmer
  1. Der Übungsleiterfreibetrag: 3.300 € im Jahr

    Einnahmen aus nebenberuflichen Tätigkeiten als Übungsleiter, Ausbilder, Erzieher, Betreuer oder aus vergleichbaren nebenberuflichen Tätigkeiten sind bis zu 3.300 € im Jahr steuerfrei.

    Geregelt in § 3 Nr. 26 EStG. Nebenberuflich heißt: nicht mehr als ein Drittel der Arbeitszeit eines vergleichbaren Vollzeitberufs. Der Freibetrag gilt je Person und Jahr, nicht je Verein. Wer bei zwei Vereinen tätig ist, teilt sich denselben Betrag.

  2. Die Ehrenamtspauschale: 960 € im Jahr

    Für andere nebenberufliche Tätigkeiten im gemeinnützigen Bereich, etwa Vorstandsarbeit, Platzwart oder Kassenführung, sind Einnahmen bis 960 € im Jahr steuerfrei.

    Nachzulesen in § 3 Nr. 26a EStG. Beide Freibeträge lassen sich nicht für dieselbe Tätigkeit kombinieren, für verschiedene Tätigkeiten derselben Person dagegen schon. Eine Vergütung an Vorstandsmitglieder setzt zusätzlich voraus, dass die Satzung sie zulässt, sonst gefährdet sie die Gemeinnützigkeit.

  3. Ehrenamt ist kein Arbeitsverhältnis, bis es eines wird

    Wer weisungsgebunden, in feste Abläufe eingegliedert und gegen eine Vergütung tätig ist, die den Aufwand deutlich übersteigt, ist Beschäftigter, unabhängig von der Bezeichnung.

    Maßstab ist § 7 Abs. 1 SGB IV. Die Freibeträge aus § 3 EStG sagen nichts darüber, ob jemand Arbeitnehmer ist, sie regeln nur die Besteuerung der Einnahmen. Ein Übungsleiter mit festem Stundenplan und Weisungsbindung kann Arbeitnehmer sein, obwohl seine Vergütung unter 3.300 € bleibt.

  4. Für Angestellte gilt die Erfassungspflicht ohne Ausnahme

    Beschäftigt der Verein Arbeitnehmer, muss er Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit erfassen. Eine Ausnahme für kleine oder gemeinnützige Arbeitgeber gibt es nicht.

    Die Pflicht folgt aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG in der Auslegung des Bundesarbeitsgerichts (Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21). Für geringfügig Beschäftigte kommt § 17 Abs. 1 MiLoG hinzu, mit sieben Tagen Frist und zwei Jahren Aufbewahrung. Auch die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes gelten, ein Wochenendturnier ändert daran nichts.

Die wichtigsten Pflichten und wie sie im Alltag erfüllt werden

PflichtFundstelleMit Zettel oder ExcelMit MetronHR
Arbeitszeit der Angestellten erfassen§ 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG, BAG 1 ABR 22/21Zettel beim KassenwartBeginn, Ende und Pause mit Pausenberechnung
Minijob: Aufzeichnung binnen 7 Tagen§ 17 Abs. 1 MiLoGerst beim Abtippen am Monatsendebeim Stempeln, am selben Tag
Arbeitszeit über 8 Std. aufzeichnen, 2 Jahre aufbewahren§ 16 Abs. 2 ArbZGOrdner im Bürogespeichert, solange das Konto besteht
  • Arbeitszeit der Angestellten erfassen

    Fundstelle
    § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG, BAG 1 ABR 22/21
    Mit Zettel oder Excel
    Zettel beim Kassenwart
    Mit MetronHR
    Beginn, Ende und Pause mit Pausenberechnung
  • Minijob: Aufzeichnung binnen 7 Tagen

    Fundstelle
    § 17 Abs. 1 MiLoG
    Mit Zettel oder Excel
    erst beim Abtippen am Monatsende
    Mit MetronHR
    beim Stempeln, am selben Tag
  • Arbeitszeit über 8 Std. aufzeichnen, 2 Jahre aufbewahren

    Fundstelle
    § 16 Abs. 2 ArbZG
    Mit Zettel oder Excel
    Ordner im Büro
    Mit MetronHR
    gespeichert, solange das Konto besteht

Nachlesen: § 3 Nr. 26 EStG, § 3 Nr. 26a EStG · § 7 Abs. 1 SGB IV, § 8 Abs. 1a SGB IV · § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG, § 17 Abs. 1 MiLoG · BAG, Beschluss vom 13.09.2022, 1 ABR 22/21

Ausführlich mit Beispielen: Zeiterfassung im Verein: wer aufzeichnen muss und wer nicht

Stand: November 2026. Das ist keine Rechtsberatung, bei einem konkreten Fall im Betrieb fragst du besser jemanden mit Zulassung.

Heute im Betrieb

Alles läuft über eine Liste, und die kennt keine Unterschiede

Viele Vereine führen Mitwirkende in einer einzigen Tabelle. Das funktioniert, bis eine Prüfung fragt, wer davon Arbeitnehmer war.

  • Problem

    Freibeträge werden geschätzt

    Ob jemand die 3.300 € oder die 960 € im Jahr schon ausgeschöpft hat, weiß meist nur die Kassenwartin, und die rechnet im Dezember nach.

  • Problem

    Angestellte fallen in dieselbe Liste wie Ehrenamtliche

    Für die einen gilt die Erfassungspflicht, für die anderen nicht. In einer gemeinsamen Tabelle ist beides falsch dokumentiert.

  • Problem

    Turniere und Ferienfreizeiten sprengen die Grenzen

    Zehn Stunden am Tag sind auch beim Sommerfest zehn Stunden. Ohne Aufzeichnung merkt es niemand, ohne Ausgleich bleibt der Verstoß.

Mit MetronHR

Erfassung, wo sie Pflicht ist

Für Angestellte und Minijobber läuft die Erfassung mit automatischer Pausenberechnung, im Einsatzplan des Professional-Tarifs mit Ruhezeitprüfung. Die Freibeträge nach § 3 Nr. 26 und 26a EStG führt weiter die Lohnbuchhaltung, MetronHR liefert ihr die Stunden je Person.

Arbeitszeit belegtDie Zeiten der Angestellten sind im März so belegt wie im Dezember, ohne Nachrechnen am Jahresende.

Funktionen für Vereine und gemeinnützige Träger

Auf gemischte Teams, ehrenamtliche Strukturen und knappe Verwaltung ausgelegt.

  • Akte

    Vertrag je Person

    Teilzeit, Vollzeit oder Minijob eindeutig hinterlegt

    Der Vertrag bestimmt, was gilt: Sollstunden und Überstundenkonto für Angestellte, Minijob-Verträge ohne Sollstunden.

  • Überblick

    Monatsübersicht für die Lohnbuchhaltung

    Stunden je Person als Excel oder Lohndatei

    Am Monatsende stehen die Stunden je Person in der Excel-Monatsübersicht und in der Lohndatei für DATEV. Die Freibeträge rechnet weiter die Lohnbuchhaltung.

  • Zeit

    Erfassung für Angestellte

    Pflicht erfüllt, auch im kleinen Verein

    Beginn, Ende und Pause je Arbeitstag, mit automatischer Pausenberechnung nach § 4 ArbZG.

  • Planung

    Dienste für Veranstaltungen

    Turniere und Feste ohne Zettelwirtschaft

    Im Professional-Tarif werden Einsätze ausgeschrieben, wer übernehmen will, bewirbt sich, und die Belegung ist jederzeit sichtbar.

  • Abwesenheit

    Urlaub und Abwesenheiten der Angestellten

    Anträge digital statt per Zuruf

    Urlaubsanspruch, Genehmigung und Resttage laufen im selben System wie die Zeiterfassung.

Für Vorstand und Mitwirkende

Ehrenamtliche Verwaltung braucht Werkzeuge, die wenig Zeit kosten.

  • Vorstand und Geschäftsstelle

    Prüfsicher, ohne eine Stelle dafür

    • Die Verwaltung läuft nebenher. Trotzdem müssen Freibeträge, Beiträge und Arbeitszeiten stimmen.
    • Verträge, Arbeitszeiten und Abwesenheiten stehen an einer Stelle, ohne dass jemand im Dezember alles nachrechnet.
    Mitarbeiterakte ansehen
  • Übungsleiter:in und angestellte Kraft

    Eigene Zeiten einsehen

    • Stimmen meine erfassten Stunden, und wie viel Urlaub habe ich noch?
    • Die eigenen Zeiten und der Urlaubsstand stehen in der App, ohne Nachfrage in der Geschäftsstelle.
    Mobile App ansehen

Häufige Fragen aus Vereinen

Was Vereine zu Freibeträgen, Status und Erfassungspflicht fragen.

Steht deine Frage nicht dabei? Schritt für Schritt erklärt ist die Bedienung im Hilfezentrum.

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Wie hoch sind Übungsleiterfreibetrag und Ehrenamtspauschale?

Der Übungsleiterfreibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG beträgt 3.300 € im Jahr, die Ehrenamtspauschale nach § 3 Nr. 26a EStG 960 € im Jahr. Beide gelten je Person und Jahr, nicht je Verein.

Können wir beide Freibeträge für dieselbe Person nutzen?

Für dieselbe Tätigkeit nicht. Für verschiedene, klar voneinander abgegrenzte Tätigkeiten derselben Person ist die Kombination möglich, etwa Trainingsleitung und Kassenführung.

Müssen wir für unsere Ehrenamtlichen Arbeitszeit erfassen?

Nein, solange es keine Arbeitnehmer sind. Die Erfassungspflicht aus § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG knüpft an das Arbeitsverhältnis an. Entscheidend ist die tatsächliche Ausgestaltung nach § 7 Abs. 1 SGB IV, nicht die Bezeichnung im Vertrag.

Wann wird aus einem Ehrenamt ein Arbeitsverhältnis?

Wenn die Person weisungsgebunden tätig ist, in feste Abläufe eingegliedert ist und eine Vergütung erhält, die den tatsächlichen Aufwand deutlich übersteigt. Der Freibetrag nach § 3 EStG ändert daran nichts, er regelt nur die Besteuerung.

Gilt das Arbeitszeitgesetz auch bei einem Wochenendturnier?

Für angestellte Kräfte ja, ohne Ausnahme. Acht Stunden werktäglich, zehn mit Ausgleich in sechs Kalendermonaten oder 24 Wochen (§ 3 ArbZG), dazu Pausen nach § 4 und elf Stunden Ruhezeit nach § 5 ArbZG.

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