Wie stempeln meine Mitarbeitenden ihre Arbeitszeit?
Es gibt drei Wege: die Stoppuhr im Browser oder in der App, den Eintrag von Hand mit Start, Ende und Pause, und die Karte am Terminal. Welche davon im Betrieb erlaubt sind, legt die Geschäftsführung einmal fest. Kunde und Leistung sind vorbelegt, wer nur Kommen und Gehen erfasst, pflegt davon nichts.
Stand: September 2026
Die drei Wege im Vergleich
Alle drei Wege erzeugen denselben Zeiteintrag. Sie lassen sich im selben Betrieb mischen, und niemand muss sich für einen entscheiden.
Was die drei Wege unterscheidet, und für wen sie taugen.
| Weg | So läuft es ab | Passt für |
|---|---|---|
| Stoppuhr | Starten, bei Bedarf pausieren, am Ende stoppen. Daraus entsteht ein regulärer Eintrag. | Arbeit am Rechner, bei der Anfang und Ende ohnehin am Gerät passieren. |
| Eintrag von Hand | Datum, Start, Ende und Pause eingeben. Die Dauer rechnet das System. | Nachtragen, Arbeit unterwegs, und alles, was nicht am Bildschirm stattfindet. |
| Karte am Terminal | Karte an das Gerät an der Wand halten. Aus zwei Buchungen wird eine erfasste Zeit. | Betriebe, in denen nicht alle ein Diensthandy oder einen Rechner haben. |
Stoppuhr
- So läuft es ab
- Starten, bei Bedarf pausieren, am Ende stoppen. Daraus entsteht ein regulärer Eintrag.
- Passt für
- Arbeit am Rechner, bei der Anfang und Ende ohnehin am Gerät passieren.
Eintrag von Hand
- So läuft es ab
- Datum, Start, Ende und Pause eingeben. Die Dauer rechnet das System.
- Passt für
- Nachtragen, Arbeit unterwegs, und alles, was nicht am Bildschirm stattfindet.
Karte am Terminal
- So läuft es ab
- Karte an das Gerät an der Wand halten. Aus zwei Buchungen wird eine erfasste Zeit.
- Passt für
- Betriebe, in denen nicht alle ein Diensthandy oder einen Rechner haben.
Das Terminal läuft technisch über die App-Anwendung und fällt deshalb unter den Kanal „nur App", wenn der Betrieb die Erfassung darauf beschränkt.
Die Stoppuhr läuft auf dem Server, nicht im Browser
Der laufende Stand liegt in der Datenbank und nicht im Browserspeicher. Wer am Rechner startet und am Telefon nachsieht, sieht dieselbe laufende Uhr, und ein Verbindungsabbruch oder Gerätewechsel verliert die Messung nicht.
Je Person läuft höchstens eine Messung. Ein zweiter Start wird mit dem Hinweis abgewiesen, dass bereits eine Stoppuhr läuft.
- Messung starten, wahlweise gleich mit Kunde, Projekt und Leistung.
- Bei einer Unterbrechung pausieren und danach fortsetzen. Die Messung endet dabei nicht.
- Angaben während der Messung nachtragen, falls beim Start noch nicht klar war, worauf gebucht wird.
- Stoppen. Daraus entsteht ein regulärer Zeiteintrag, der sich danach wie jeder andere bearbeiten lässt.
- Abbrechen statt stoppen verwirft die Messung ersatzlos, es entsteht kein Eintrag.
- Eine Messung für eine andere Person ist nicht vorgesehen. Stellvertretende Erfassung läuft über den Eintrag von Hand.
- Ist der Betrieb auf „nur App" gestellt, lässt sich im Browser keine Messung starten oder stoppen.
Einen Eintrag von Hand anlegen
Die gebuchte Dauer wird gerechnet und nicht eingegeben. Aus Ende minus Start ergibt sich die Zeit, die Pause wird davon abgezogen, sofern das Arbeitszeitmodell Pausen nicht als Arbeitszeit zählt. Kommt dabei null oder weniger heraus, wird der Eintrag abgewiesen.
Kunde und Leistung stehen vorbelegt. Jeder Betrieb startet mit dem eigenen Unternehmen als internem Kunden und der Systemleistung „Allgemein". Wer nur Kommen und Gehen dokumentieren will, legt weder Kunden noch Leistungen noch Projekte an, sie sind Zusatz und keine Voraussetzung.
- Datum, Startzeit und Endzeit wählen.
- Pause in Minuten angeben, bei Bedarf mit ihrer Lage innerhalb des Eintrags.
- Kunde, Projekt und Leistung nur anfassen, wenn projektbezogen gebucht wird. Sonst bleibt die Vorbelegung stehen.
- Speichern. Das System prüft der Reihe nach Berechtigung, erlaubten Kanal, Sperrfrist, Zugehörigkeit der Stammdaten, Zeitlogik und Überschneidung mit bestehenden Einträgen.
- Zwei Einträge derselben Person dürfen sich nicht überschneiden.
- Ein Eintrag über Mitternacht hinaus wird nicht als ein Eintrag ohne Enddatum geführt.
- Verstöße gegen den Arbeitsschutz werden gemeldet, nicht verhindert. Die Prüfungen aus dem Arbeitszeitmodell erzeugen Hinweise, sie brechen das Speichern nicht ab.
- Unter jedem Tag der Wochenansicht steht eine Zeile mit Tagessumme, Soll, Abweichung und den Hinweisen zu Pausen und Regelverstößen.
Welche Wege erlaubt sind, entscheidet der Betrieb
In den Zeiterfassungseinstellungen steht ein Wert mit drei Möglichkeiten: alle Kanäle, nur App oder nur Web. Die Oberfläche blendet danach die gesperrten Bedienelemente aus, und die Sperre selbst sitzt nicht in der Oberfläche, sondern an beiden Systemgrenzen, im Browser und an der App-Schnittstelle. Eine Prüfung, die nur etwas versteckt, wäre keine.
Die Beschränkung gilt der Selbsterfassung. Trägt jemand stellvertretend für eine andere Person nach, greift sie nicht, und Geschäftsführung und Personalverwaltung sind ausgenommen. Sonst wäre die Korrektur im Browser gesperrt.
Die Einstellung gilt für den ganzen Betrieb, nicht je Person, Abteilung oder Rolle.
Die Schritte hier beschreiben ein laufendes System. Wer noch keines hat, richtet es in der Testphase ein und behält alles, was dabei entsteht.
Weniger tippen: kopieren, Schnellzugriff, Vorschläge
Wer jeden Tag dasselbe bucht, soll es nicht jeden Tag eingeben. Drei Wege nehmen die Wiederholung ab, dazu kommt ein vierter für alle, die nach Schichtplan arbeiten.
- Kopieren vom Vortag, vom gleichen Wochentag der Vorwoche oder als ganze Vorwoche. Konflikte meldet die Anwendung vorab, statt beim Speichern zu scheitern.
- Zuletzt verwendete Kombinationen aus Kunde, Projekt und Leistung stehen als Schnellzugriff bereit.
- Vorausfüllen aus dem bisherigen Buchungsverhalten, je Person ein- und ausschaltbar.
- Aus geplanten, aber nicht erfassten Schichten entstehen Vorschlagsbuchungen mit den geplanten Zeiten. Bestätigen erzeugt den Eintrag, Verwerfen entfernt den Vorschlag.
Nachträglich korrigieren
Einträge lassen sich ändern, löschen und in zwei Einträge teilen. Im Professional-Tarif wird jede Änderung an einem Zeiteintrag mit Bearbeiter und Zeitpunkt festgehalten, das ist die GoBD-konforme Änderungshistorie.
Zwei Fristen begrenzen das. Die Bearbeitungssperre macht einen Eintrag ab einem bestimmten Alter nur noch über einen Änderungsantrag änderbar, die Abschlusssperre verhindert jede Änderung. Beide wirken auf das Datum des Eintrags und nicht auf den Zeitpunkt der Erfassung: Ein heute nachgetragener Eintrag für vorletzten Monat ist sofort gesperrt.
Ein Änderungsantrag trägt die gewünschten Werte und eine Begründung. Bis zur Entscheidung bleibt der ursprüngliche Eintrag unverändert und zählt unverändert in Saldo und Auswertung. Auch das Löschen lässt sich beantragen.
- Den gesperrten Eintrag öffnen. Statt der Änderung bietet die Oberfläche den Änderungsantrag an.
- Die gewünschten Werte eintragen und begründen, warum sie abweichen.
- Absenden. Die genehmigende Person sieht alt und neu nebeneinander.
- Bei Annahme schreibt das System die beantragten Werte in den Eintrag und benachrichtigt die antragstellende Person.
Wenn die Erfassung ausbleibt
Fehlt die Erfassung für zurückliegende Tage, erinnert das System in Stufen: zuerst als Hinweis in der Anwendung, nach einer weiteren Schwelle per E-Mail, und erst danach als Meldung an die direkte Führungskraft. Frisch eingetretene Personen bleiben in einer Schonfrist zunächst außen vor.
Die Erinnerung erzwingt nichts. Sie sperrt keine Funktion, hält keine Auszahlung zurück und trägt nichts selbst nach. Jede Stufe wird höchstens einmal am Tag versendet, und die Erinnerung lässt sich für den ganzen Betrieb sowie persönlich abbestellen.
Nachgefragt
- Können wir Browser, App und Terminal gleichzeitig nutzen?
- Ja. Alle drei erzeugen denselben Zeiteintrag und lassen sich im selben Betrieb mischen. Erst wenn die Erfassung ausdrücklich auf „nur App" oder „nur Web" beschränkt wird, fällt einer der Wege für die Selbsterfassung weg.
- Was passiert, wenn jemand das Stoppen vergisst?
- Die Messung läuft weiter, sie liegt auf dem Server. Der Eintrag entsteht erst beim Stoppen und lässt sich danach wie jeder andere korrigieren, solange die Bearbeitungssperre das zulässt. Abbrechen verwirft die Messung, ohne einen Eintrag zu erzeugen.
- Wird die Pause automatisch abgezogen?
- Sie wird von der gebuchten Dauer abgezogen, wenn das Arbeitszeitmodell Pausen nicht als Arbeitszeit zählt. Zählt das Modell sie mit, bleibt die Dauer unverändert. Die Angabe der Pause selbst gehört in jedem Fall in den Eintrag.
- Kann ich für jemand anderen stempeln?
- Zeiten für andere erfassen dürfen die Geschäftsführung sowie Personen mit direkt unterstellten Mitarbeitenden und Abteilungsleitungen. Die Auswahlliste zeigt genau die zulässigen Personen, und die Berechtigung wird beim Speichern erneut geprüft. Eine Stoppuhr für jemand anderen gibt es nicht.
- Müssen wir Kunden und Projekte anlegen, um zu stempeln?
- Nein. Jeder Betrieb startet mit dem eigenen Unternehmen als internem Kunden und der Leistung „Allgemein", beide vorbelegt. Kunden, Projekte und Leistungen braucht nur, wer projektbezogen auswerten oder abrechnen will.
Beschreibt den Stand der Anwendung am September 2026. Was sich im Produkt ändert, steht in den Produkt-Updates.
Herausgeberin: AMNAU GmbH
Redaktionell verantwortlich: Ugur Aydogan, Produktentwicklung.
Zuletzt fachlich geprüft: September 2026
Nachlesen ist das eine. Es selbst einzurichten dauert einen Nachmittag.
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