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Grundlage und Höhe
Einen gesetzlichen Anspruch gibt es nicht. Schichtzulagen stehen in Tarifverträgen, Betriebsvereinbarungen oder Arbeitsverträgen, häufig als fester Monatsbetrag oder als Prozentsatz des Grundlohns.
Üblich sind Staffelungen nach Belastung: Wechselschicht mit Nachtanteil höher als Zweischichtbetrieb ohne Nacht. In vielen Tarifverträgen kommt eine Zulage für Dauernachtarbeit hinzu.
Steuerlich ein Unterschied
Die Steuerbefreiung nach § 3b EStG gilt nur für Zuschläge, die für tatsächlich zu bestimmten Zeiten geleistete Arbeit gezahlt werden: Nacht, Sonntag, Feiertag. Eine pauschale Schichtzulage erfüllt das nicht, weil sie unabhängig von der konkreten Stunde gezahlt wird.
Sie ist deshalb voll steuer- und beitragspflichtig. Wer beides kombinieren will, muss den Nachtanteil gesondert ausweisen und je Stunde abrechnen.
Beispiel: Kombination in der Dreischicht
- Tarifliche Schichtzulage: 120 € im Monat, voll steuer- und beitragspflichtig.
- Nachtzuschlag: 25 Prozent je tatsächlich in der Nacht geleisteter Stunde.
- Bei 40 Nachtstunden und 22 € Grundlohn: 220 € Nachtzuschlag, steuer- und beitragsfrei.
- Ausgewiesen werden beide getrennt, sonst geht die Steuerfreiheit verloren.
Häufiger Fehler
Schichtzulage und Nachtzuschlag werden in einer Position zusammengefasst. Dann ist der gesamte Betrag steuerpflichtig, weil sich der nach § 3b EStG begünstigte Teil nicht mehr zuordnen lässt.
Das ist keine Rechtsberatung, bei einem konkreten Fall im Betrieb fragst du besser jemanden mit Zulassung.
Herausgeberin: AMNAU GmbH
Redaktionell verantwortlich: Ugur Aydogan, Produktentwicklung.
Zuletzt fachlich geprüft: 2. September 2026