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Wie sie sich berechnen
Die Wochensollzeit steht im Arbeitsvertrag. Für einen Monat wird sie entweder mit den tatsächlichen Arbeitstagen multipliziert oder pauschal mit dem Faktor 4,348 Wochen (365 Tage geteilt durch sieben und durch zwölf) hochgerechnet.
Beide Wege sind zulässig, führen aber zu unterschiedlichen Monatswerten. Wer den Faktor nutzt, bekommt jeden Monat denselben Sollwert; wer nach Arbeitstagen rechnet, bekommt im Februar weniger als im März. Wichtig ist nur, dass man dabei bleibt.
Feiertage, Urlaub und Krankheit
An einem gesetzlichen Feiertag, der auf einen Arbeitstag fällt, wird die ausgefallene Arbeitszeit vergütet (§ 2 Entgeltfortzahlungsgesetz). Im Zeitkonto wird die Sollzeit dieses Tages deshalb gutgeschrieben, nicht abgezogen.
Dasselbe gilt für Urlaub und Krankheit: Für diese Tage wird die Sollzeit als geleistet behandelt. Wer das nicht so handhabt, erzeugt Minusstunden für Zeiten, in denen niemand arbeiten musste.
Bei Teilzeit mit ungleich verteilten Tagen kommt es auf den konkreten Tag an: Wer montags acht und freitags vier Stunden arbeitet, bekommt für einen Feiertag am Montag acht Stunden gutgeschrieben.
Beispiel: Monat mit Feiertag
- Vertrag: 30 Stunden je Woche an fünf Tagen, also 6 Stunden je Tag.
- Mai 2026 hat 20 Arbeitstage, davon ein Feiertag am 1. Mai.
- Sollstunden nach Arbeitstagen: 20 × 6 = 120 Stunden.
- Der Feiertag wird mit 6 Stunden gutgeschrieben, zu leisten sind also 114 Stunden.
Häufiger Fehler
Feiertage werden als normale Arbeitstage in die Sollzeit gerechnet, ohne Gutschrift. Über ein Jahr summiert sich das bei einer Fünftagewoche auf bis zu 13 Tage, also mehr als 100 Stunden Minus, die niemand verursacht hat.
Das ist keine Rechtsberatung, bei einem konkreten Fall im Betrieb fragst du besser jemanden mit Zulassung.
Herausgeberin: AMNAU GmbH
Redaktionell verantwortlich: Ugur Aydogan, Produktentwicklung.
Zuletzt fachlich geprüft: 2. September 2026